Historische Daten vom Luftmesswagen

In den Jahren 1990–2010 wurden im Hamburger Stadtgebiet mit einem Messfahrzeug in verschiedenen Messprogrammen Daten zur Luftbelastungen ermittelt. Zusammengefasste Daten sind hier hinterlegt.

Historische Daten vom Luftmesswagen

Luftschadtsoff-Messungen mit dem mobilen Messfahrzeug in Hamburg 1990-2010


In den Jahren 1990–2010 wurde vom Hamburger Luftmessnetz zusätzlich zu den stationären Messungen mit dem Luftmessnetz ein mobiles Messfahrzeug betrieben. Hiermit wurden in Ergänzung zu den Stationen des Luftmessnetzes mit Stichprobenmessungen weitere Luftbelastungen in Hamburg bestimmt.

Der Luftmesswagen war mit diversen, automatisch und kontinuierlich messenden Messgeräten ausgestattet. Die Grundausstattung der Messgeräte war Schwefeldioxid (SO2), Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO2) sowie Kohlenmonoxid (CO). Im Lauf der Jahre wurde einige weitere Geräte in das Fahrzeug eingebaut: Ozon (O3) und Benzol / Toluol / mp-Xylol konnte so auch gemessen werden. Zeitweilig gab es auch ein Russ-Messgerät im Messwagen. Das Fahrzeug war mit einer großen Batterie-Anlage versehen, die die Messgeräte und die dazugehörige Technik mit Strom versorgte. Bis zu ca. acht Stunden Dauermessung war auf diese Weise möglich - eine solch lange Messdauer wurde jedoch je nach Einsatzart oft gar nicht benötigt. Zu Beginn des Jahres 2010 wurde der Luftmesswagen stillgelegt und somit die ergänzenden Messungen beendet.

Für die folgenden drei unterschiedliche Einsatzbereich fand der Luftmesswagen Verwendung:

  • Rastermessprogramme
  • Orientierende Straßenmessungen
  • Orientierende Hintergrundmessungen

Bitte beachten Sie! Grundsätzlich gilt: Die hier veröffentlichten Messdaten sind teilweise schon sehr alt und somit nicht ohne Weiteres auf heutige Verhältnisse übertragbar! Durch die im Laufe der Jahre und Jahrzehnte zum Teil deutlichen Veränderungen der Emissionen sind heutzutage oftmals andere Immissionsverhältnisse zu erwarten. Trotzdem mögen die hier veröffentlichten Daten als Anhaltspunkte dienen.

Rastermessprogramme

 

vergrößern Luftmesswagen in Hamburg Der Luftmesswagen bei einer Rastermessung im Hamburger Stadtteil Langenhorn (2005) (Bild: Institut für Hygiene und Umwelt)

Diese Rastermessprogramme erfüllten den Zweck, einen Überblick über eine Luftbelastung in einer bestimmten, größeren Fläche zu gewinnen. Hierzu wurden in der Fläche in einem bestimmten Raster Messpunkte festgelegt (meist mit einem Abstand von 500 m oder 1000 m zueinander), die dann in einem bestimmten Zyklus vom Luftmesswagen angefahren wurden. Die Messungen an jedem dieser Rastermesspunkte dauerte jeweils eine halbe Stunde lang. Ein gesamtes Rastermessprogramm dauerte ein bis zwei Jahre und es wurde angestrebt, für jeden Messpunkt mindestens 52 Messungen durchzuführen (entsprechend einer Messung pro Woche in einem Jahr). Aufgrund von Personalknappheit konnte es bei dieser Anforderung vorkommen, dass ein Messprogramm deutlich länger als ein Jahre dauerte. Die Anzahl der rasterförmigen Messpunkte variierte je nach Messprogramm zwischen neun und 23 Punkten.

Die folgenden Rastmessprogramme wurden seit 1990 mit dem Luftmesswagen durchgeführt (die Liste wird im Laufe der Zeit noch erweitert):

Messprogramm Wilhelmsburg
(22.11.2007 - 26.6.2009)

Messprogramm Schnelsen
(27.6.2006 - 29.10.2007)

Messprogramm Langenhorn
(24.1.2005 - 9.6.2006)

Messprogramm Niendorf-Nord
(24.1.2005 - 9.6.2006)

Messprogramm Altona
(10.1.2002 - 27.2.2004)

Messprogramm Hafencity / Grasbrook
(15.5.2000 - 14.11.2001)

Messprogramm Rothenburgsort
(15.5.2000 - 7.11.2001)

Messprogramm Harburg-Seehafen
(15.5.2000 - 7.11.2001)

Messprogramm Wilhelmsburg-Nord
(12.10.1998 - 16.3.2000)

Messprogramm Georgswerder
(12.10.1998 - 16.3.2000)

Orientierende Strassenmessungen

 

vergrößern Luftmesswagen in Hamburg Der Luftmesswagen bei einer orientierenden Straßenmessung in der Klopstockstrasse in Hamburg (2004) (Bild: Institut für Hygiene und Umwelt)

Mit orientierenden Strassenmessungen wurde ab 1990 versucht, einen groben Überblick über die Schadstoffbelastungen direkt an Hauptverkehrsstraßen zu gewinnen (also noch bevor stationäre Luftmessstationen an einer Hauptverkehrstraße platziert wurde). Hierzu wurde der Messwagen an bestimmten Punkten direkt an Straßen für eine möglichst lange Messung über mehrere Stunden platziert. Dies wurde nach Möglichkeiten häufig wiederholt, um eine große Anzahl von Messungen an einem Punkt zu bekommen. Bedingt durch wechselnde Parkplatzsituationen gelang dies oftmals nicht zufriedenstellend. Teilweise wurden Rastermessprogramme und orientierende Straßenmessungen auch zeitgleich parallel betrieben - was zu einer geringen Anzahl an Messwerten bei den orientierenden Strassenmessungen führen konnte.
Bei einigen Messungen wurde versucht, durch wechselnde Standorte innerhalb eines Straßenzugs einen Überblick über die Belastungen in verschiedenen Straßenabschnitten zu bekommen.

Die folgenden orientierenden Strassenmessungen wurden seit 1990 mit dem Luftmesswagen durchgeführt (größtenteils liegen keine ausführlichen Berichte vor, sondern nur zusammenfassende Ergebnis-Tabellen. Die Liste wird im Laufe der Zeit noch erweitert):

Kieler Straße / Sportplatzring
(5.1.2010 - 12.1.2010)

Siemersplatz / Lokstedter Steindamm
(27.10.2009 - 15.12.2009)

Hudtwalckerstraße
(7.9.2009 - 14.12.2009)

Fuhlsbüttler Straße / Klinik Barmbek
(7.7.2009 - 27.11.2009)

Barmbeker Straße / Maria-Louisen-Straße
(29.6.2009 - 6.7.2009)

Osdorfer Weg
(27.4.2004 - 20.1.2005)

Klopstockstraße
(28.4.2004 - 21.1.2005)

Buxtehuder Straße / Stader Straße
(10.10.2003 - 17.12.2004)

Orientierende Hintergrundmessungen

 

vergrößern Luftmesswagen in Hamburg Der Luftmesswagen bei einer Rastermessung im Stadtteil Schnelsen in Hamburg (2007) (Bild: Institut für Hygiene und Umwelt)

Nur sehr selten und vereinzelt kam es vor, dass der Luftmesswagen an einem Standort die großräumige Hintergrundbelastung mit einer Langzeitmessung bestimmen sollte. Das Messfahrzeug wurde dann für mehrere Stunden oder bei externem Stromanschluß auch mal für mehrere Tage an einem Standort gebracht, um dort möglichst viele Daten in einem kürzeren Zeitraum zu sammeln. Vor allem im Umfeld des Hafens gab es vereinzelt solche Einsätze.

(Die Liste hierfür wird im Laufe der Zeit noch erweitert werden)

Hafencity - Kreuzfahrtterminal
(18.7.2008 - 20.7.2008)