Warum messen wir die Hamburger Luft?

Hamburg ist mit seinen rund 1,7 Millionen Einwohnern ein Ballungsraum, in dem viele Schadstoffe durch den Verkehr, kleine und große Betriebe oder Heizungen in die Luft ausgestoßen werden. Damit die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger dieser wachsenden Stadt nicht durch die vielen Schadstoffe beeinträchtigt wird, wird die Luftqualität der Stadt überwacht. Werden die von der Europäischen Union vorgegebenen Grenzwerte überschritten, erfolgt eine Meldung an die zuständigen Behörden. Diese entwickeln dann Maßnahmen, mit denen sie den Überschreitungen wirksam begegnen können.

Hamburger Luftmessnetz – FHH

Es gibt im Wesentlichen drei große Quellgruppen, die zur Emission von Schadstoffen in Hamburg und Deutschland beitragen:

  • die Industrie und die Kraftwerke
  • der Verkehr auf den Straßen, in der Luft und auf dem Wasser
  • der Hausbrand, also Heizungen in den Privat- und Bürohäusern

Die hier verursachten Schadstoffe werden durch die Luft über weite Strecken, manchmal bis zu mehreren tausend Kilometern, transportiert. Während dieser Zeit werden die Schadstoffe chemisch umgewandelt oder lagern sich an Staubkörnern oder Regentropfen an. Schließlich kommen sie in abgewandelter Form beim Menschen oder den Pflanzen/Gebäuden/Gewässern an.

Die Höhe der Schadstoffkonzentration in der ankommenden Luft bestimmt die Schäden, die beim Menschen oder an Pflanzen und Gebäuden auftreten können. Häufig sind die Konzentrationen so gering, dass sie zwar beim Menschen keine schädlichen Einwirkungen haben, dass sie jedoch an Gebäuden und Pflanzen, je nach Länge der Einwirkdauer, Spuren hinterlassen – wie von den jährlichen Waldschadensberichten bekannt.